• Franziska Blickle

Jahresrückblick 2019 - 365 Tage voller Schwung

Aktualisiert: Apr 22


1 Jahr, 12 Monate, 52 Wochen, 356 Tage, 8760 Stunden, 525600 Minuten - also mehr als genug Zeit etwas zu erleben, Herausforderungen zu meistern, Erfolge zu feiern, Neues zu wagen.

Wer die Highlights jedes einzelnen Monats nochmal Revue passieren lassen will, findet ganz unten die Links zu den Monatsrückblicken. In diesem Rückblick geht es aber um ein Jahr, das mehr war als die Summe der einzelnen Monate und ich greife die Dinge auf, die mein Jahr geprägt und abenteuerlich gemacht haben.

Ich beende mein selbstgebautes Weiterbildungsbootcamp in Quartal 1


Das erste Quartal 2019 steht ganz im Zeichen meines selbst zusammengestellten Weiterbildungsbootcamps. Alle drei Bausteine haben im September 2018 begonnen und alle finden im Februar bzw. März 2019 ihr Ende.


Beim Train-the-Trainer-Zertifikatslehrgang der IHK gibt es die Grundausstattung an Informationen, Methoden und Werkzeugen für Trainer. Vieles davon weiß ich schon, aber manchmal bringt es einen schon einen ganzen Schritt nach vorne, zu wissen, dass das, was man intuitiv tut auch das richtige ist.

Der Systemische NLP Practitioner bei The Coaching Clubs bietet mir den Einstieg in die Welt des Coachings und auf vielfältige Weise Gelegenheit mich selbst als Person besser kennenzulernen und weiterzuentwickeln. Mit drei tollen Trainerinnen und einer Gruppe, in der jede*r so sein darf wie er*sie eben ist, fühlt sich das Lernen und Erfahren ganz leicht an. Ich kann in jedem meiner Trainings während dieser Zeit selbst spüren, dass mein Repertoire wächst, wie ich ganz neue Möglichkeiten habe zu erklären, zu fragen und zu verstehen.


Das dritte Element ist meine Gründerinnen-Mastermind-Gruppe unter Moderation von Anke Beeren. Hier bekomme ich über 6 Monate Input zu Strategie, Finanzen und Marketing. In unseren 14tägigen Mastermind-Calls ist Zeit für Fragen, ehrliches Feedback und auch um voneinander zu lernen. Meine wichtigste Erkenntnis: Machen ist wichtiger als Planen! Und auch wenn das rational zu leicht zu begreifen ist, um das Verhalten entsprechen zu ändern muss es auch emotional „ankommen“. Dabei helfen die Umsetzung-Challenge, bei denen wir gemeinsam einfach loslegen. Facebook-Business-Seite, Homepage und Newsletter - all das habe ich ursächlich der gemeinsamen Umsetzungs-Energie zu verdanken.

Ich arbeite in 2019 an meiner Sichtbarkeit und habe jetzt einen Claim, eine Über-Mich-Seite, einen Newsletter und einen Blog


Facebook-Business-Seite, Homepage und Newsletter - all das entsteht in der ersten Version gewissermaßen über Nacht. Mir ist klar, dass nichts davon so bleiben wird wie es zu Beginn ist. Mir ist klar, dass es viel zu tun, zu entscheiden und zu gestalten gibt. In 2019 habe ich mich hier Schritt für Schritt weitergewagt und - mal mit Anleitung und mal ohne - das Grundgerüst für meine Online-Sichtbarkeit aufgebaut:


Meinen ersten Newsletter verschicke ich im Februar 2019. Wer den aktuellsten sieht wird ihn kaum wiedererkennen. Die wichtigsten Veränderungen hierbei sind im Juli im Rahmen des 4-wöchigen Kurses "Newsbetter" entstanden und ich habe meine Gedanken dazu damals im Artikel "Newsletter - geht das auch NewsBetter?" festgehalten.


"Very entert(r)aining!"


Mein Claim entsteht in Eigenregie, aber mit Hilfe einer wirklich nützlichen Anleitung.


Was ist die Story dahinter?


Nun, zwei Tätigkeiten habe ich schon immer gern gemacht und gut gekonnt:

1. komplizierte Dinge bildhaft und einfach erklären &

2. Menschen unterhalten und zum lachen bringen.


Beides kann ich nun auf die angenehmste Weise verbinden, indem ich dafür sorge, dass lernen und wachsen in meinen Trainings Spaß macht.


Ich trainiere und ich entertaine und das ist hoffentlich für alle „Very entert(r)aining!“.


Die Entwicklung des Claims hat mir gezeigt, dass mir die richtige Anleitung hilft in geordneten Bahnen kreativ zu sein. Als nächstes habe ich mich an meine Webseite getraut. Sie bestand bis dato nur aus der Startseite, der Möglichkeit meinen Newsletter zu abonnieren, dem obligatorischen Impressum und meinen Kontaktdaten. Seit Juni gibt es nun eine ausführliche Über Mich“-Seite, die ich mit Hilfe einer weiteren Anleitung von Judith Sympatexter Peters erstellt habe. Die Startseite möchte ich Anfang 2020 überarbeiten und im Anschluss auch eine Angebotsseite erstellen.


Auf meinem Blog gab es einige Monate lang nur meine Monatsrückblicke zu lesen. Keine Zeit, keine Ideen - irgendwas schien immer dazwischen zu kommen. Mittlerweile sind 27 Beiträge zu finden und es kommt jede Woche mindestens einer dazu. Wie das funktioniert habe ich weiter unten als eigenen Punkt aufgegriffen. "Iron Blogging" ist das Zauberwort!

Ich feiere meinen Geburtstag wie die Queen wann ich es möchte


Wusstet ihr, dass die Queen ihren Geburtstag gar nicht an ihrem Geburtstag feiert? Ja, tatsächlich! Der Geburtstag am 21. April wird immer am zweiten Samstag im Juni groß mit Parade und allem Tamtam gefeiert. Warum? Weil da das Wetter besser ist und weil die Queen ihren Geburtstag eben feiern kann wann sie will. Das habe ich dieses Jahr auch gemacht!


Ich hatte schon eine Weile vor meinen Schnapszahl-Geburtstag (33 Jahre) etwas größer zu feiern. Ich wollte Menschen aus allen Lebensabschnitten und Landesteilen einzuladen.

Mein Geburtstag war dann aber der ungünstigste Termin, den ich mir denken konnte: Ein Freitag, der Abschluss-Tag des TTT-Lehrgangs und außerdem im Februar mit erwartbar schlechtem Wetter. Ich habe also beschlossen es zu machen wie die Queen, habe mir - von der Schnapszahl inspiriert - den Tag ausgesucht, der „33 Jahre + 3 Monate + 3 Tage Franzi“ markiert und die Einladungen verschickt.

Und meine Idee wurde mehr als belohnt! Das Wetter war balkon-geeignet, das Buffet reichlich, die Feiergesellschaft bunt gemischt und der Abend sehr feucht fröhlich! Ich hatte einen wundervollen Tag mit vielen Wiedersehen und neuen Kontakten zwischen meinen ganz unterschiedlichen Freundeskreisen. Eventuell feiere ich jetzt immer wann ich will. Wir werden sehen…

Im Juni mache zwei Wochen "Workation" in München


Mein erster Urlaub in 2019 war auch meine erste Workation. Der Anglizismus Workation setzt sich zusammen aus WORK=Arbeit und VACATION=Urlaub. Es geht hierbei also darum beides zu verbinden.

Kann das funktionieren? Wie passt das für mich? Genau das wollte ich herausfinden und bin über Pfingsten zweieinhalb Wochen nach München gefahren.


Ich bin in München geboren und aufgewachsen, lebe aber seit mittlerweile 13 Jahren nicht mehr an der Isar. Ich bin häufig dort - mal privat und mal beruflich - aber immer handelt es sich um kurze Stippvisiten von 2-4 Tagen und ich habe immer Mühe alles unter einen Hut zu bringen. Das sollte diesmal anders sein: Ich wollte Zeit haben. Zeit um München (und das Umland) zu genießen. Zeit mit meiner Familie und meinen Freunden was zu unternehmen. Zeit um Ordnung in meine Gedanken zu bringen. Zeit um ein paar Dinge zu erledigen zu denen ich in den letzten Wochen nicht gekommen bin.

Für mich hat das Konzept Erholung und Arbeit an einem anderen Ort zu verbinden sehr gut funktioniert:


1 Kanutour, 1 fertig getextete und veröffentlichte "Über mich" Seite, 3 Wanderungen, 1 fertig vorbereiteter Workshop, 1 Flohmarktbummel, 1 korrekte Datenschutzerklärung auf der Webseite, viele schöne Gespräche und Stunden mit Freunden, die ich zu selten sehe, 1 Projekt-Absage weil neue Prioritäten, Ideen für 4 Blogartikel, 1 großartiges Konzert, 3 mal Schwimmen im eiskalten Bach, 1 Videokonferenz mit einer neuen Kundin, endlich Ordnung in meinen Rechnungen und Belegen, 3 Biergarten-Besuche, fix und fertig gebuchte Zugfahrten und somit diesbezüglich Entspannung bis Ende Juli, 3 neue Sucht-Podcasts, 2 Staffeln "Die Brücke", Einarbeitung in ein neues Trainingsformat…das war meine Bilanz auf der Heimfahrt nach Berlin.


Liest sich wie eine wirklich gute Mischung und das war es auch! Für mich war es der richtige Hybrid zum richtigen Zeitpunkt!


Werde ich das wieder machen? Auf jeden Fall! Ganz genau so? Vermutlich nicht! Ich glaube es ist wichtig von Situation zu Situation zu überlegen was gerade nötig und hilfreich ist um eine gute Balance zu finden. Und tatsächlich finde ich es wichtig auch einfach Urlaub machen, weg sein, gedanklich ganz wo anders. Und wenn das heißt vorher Ordnung im Kopf und auf dem Schreibtisch zu machen und hinterher ein bißchen nachholen zu müssen, dann ist es so - gehört ja auch ein bißchen dazu - manchmal.


In einem eigenen Artikel habe ich meine Gedanken zu Sinn und Unsinn von Workation etwas ausführlicher niedergeschrieben.

Ich klettere bei meinem ersten Outdoor-Training in den Bergen herum


Ende Juni darf ich Stephan, einen meiner Trainerkollegen aus dem TPN (The People Network) zu meinem ersten Outdoor-Teamtraining als Co-Trainerin begleiten.


Ich hatte mir das irgendwie anders vorgestellt - weniger WOW! Ich bin gern draußen! Ich bin gern unter Menschen! Ich bin ein "Spielkind"! - Teamtraining auf dem Berg hört sich also schon mal wirklich großartig an.

Mit einer aktiven Rolle und Aufgabe ist das dann aber doch was anderes: Körperlich weniger anstrengend, weil ich schlaue Sprüche und coole Fotos machen darf während die anderen sich in der hochsommerlichen Sonne die Felswand hocharbeiten oder Abseilvorrichtungen konstruieren. Geistig sehr viel anstrengender, weil man an tausend Dinge gleichzeitig denken muss:

  • Wie läufts denn gerade gruppendynamisch?

  • Was braucht die Gruppe?

  • Sind wir in der Zeit?

  • Müssen wir auf irgendetwas reagieren?

  • Wie können wir das jetzt anpassen, damit es funktioniert?

Auf jeden Fall habe ich richtig Blut geleckt und weiß jetzt, dass ich Outdoor-Training nicht nur als Teilnehmerin großartig finde! Eines meiner Ziele für 2020 ist es das weiter auszubauen. Erst Outdoor-Elemente in meine Führungs- und Kommunikationstrainings einbauen, als nächstes Outdoortrainings veranstalten und irgendwann Lernreisen auf dem Segelboot. Ja, ich habe Pläne!


Ich war in diesem Jahr auch als Teilnehmerin nochmal beim Outdoortraining. Und wie ich es aus dieser Perspektive erlebt habe ist hier zu erfahren: "Inside And Outside The Box"-Methoden | Rückblick auf Modul 3 meiner Trainerausbildung

Ich bin 51 Tage mit der Bahn kreuz und quer in Deutschland unterwegs


An 51 Tagen saß ich 2019 im Zug. Fast immer mit über vier Stunden Fahrtzeit, nach München, Frankfurt (Main), Düsseldorf oder Amsterdam. An manchen Tagen ging es sogar morgens hin und abends wieder zurück Die Bahn ist eine Art dritter Ort für mich - nicht Arbeitsplatz, nicht Zuhause, irgendetwas dazwischen.

Ich verbringe hier viel Zeit und habe mir mittlerweile fragwürdig nützliches Wissen angeeignet und ganz eigene Strategien und Tricks entwickelt um es mir angenehm zu machen. Zum Beispiel:

  • Ich fahre nie ohne einen großen Schal. Der wärmt bei zu wenig Heizung oder zu viel Kühlung, dient zusammengerollt als Kissen oder bei sehr frühen und sehr späten Fahrten als Verdunklung für ein Schläfchen.

  • Ich habe inzwischen einen Doppelstecker dabei um mich nicht mit meinem Nachbarn um die Steckdose streiten zu müssen.

  • Ich erkenne bei der Reservierung am Zugtyp welche Plätze am Fenster und welche an der Zwischensäule liegen.

  • Ich darf die BahnComfort-Sitze inzwischen legal nutzen und bekomme als Köder 3-4 mal im Jahr eine Probebahncard 1. Klasse zugesendet. (Irgendwann habt ihr mich soweit, aber ein bisschen dauert es noch.)

Ich habe genug positive Erlebnisse um mich die wenigen wirklich negativen vergessen zu lassen. Von mir darf man also bitte keine Schimpf-Tiraden erwarten. Auch nächstes Jahr werde ich viel Bahn fahren. Und ich werde sicher noch weiter dazulernen!

Ich mache meine zweite Trainerausbildung zum Business Impact Trainer bei TPN - The People Network und werde Teil des Schwarms


Meine Train-The-Trainer Zertifizierung bei der IHK ist kaum vier Wochen her als ich im Zug sitze, unterwegs zu Modul 1 meiner nächsten Trainerausbildung.

Warum eine zweite?

Warum so kurz nach der ersten?

War das nicht genug?

Diese uns viele weitere Fragen stellt mir mein Umfeld und ich kann nur deshalb souverän antworten, weil ich mir das gut überlegt habe und absolut überzeugt davon bin, dass das, was mich in den kommenden Monaten erwartet nochmal eine neue Liga ist.

Angela Zinser, die Gründerin von TPN -The People Network kenne ich schon seit unserer gemeinsamen Zeit an der Uni. Wir haben in der Studentenorganisation WFI Summer Challenge mit anderen tollen, verrückten, motivierten Studierenden einmal im Jahr ein riesiges Recruiting-Sport-Event auf die Beine gestellt (aber das ist eine andere Geschichte und sie soll ein ander Mal erzählt werden).


Das TPN hat in 2018 eine eigene Trainerausbildung auf den Markt gebracht und als Angie mir davon erzählt und mich fragt ob ich nicht Interesse habe im zweiten Jahrgang dazuzugehören, frage ich schon ziemlich genau nach: Was ist das Besondere? Warum eine zweite Ausbildung nachlegen?


Das Besondere ist, es ist DIE praxisorientierteste Trainerausbildung Deutschlands! Das bedeutet, dass alles darauf ausgerichtet ist, möglichst viele praktische Erfahrungen zu sammeln.

  • Fünf Module an fünf unterschiedlichen Locations vom Stadt-oft bis zur Berghütte - danach gibt es kein Seminarsetting, was nicht optimal vorbereitet und genutzt werden kann.

  • Neun völlig unterschiedliche Trainer-Typen mit unterschiedlichen Hintergründen, Karriere-Geschichten und Themengebieten - das hilft von allen zu lernen und seine eigene Trainerpersönlichkeit zu stärken.

  • Ab Modul 1 ist der Fokus auf Erfahrung - das bedeutet, dass wir schon im Training oft (und oft unverhofft) die Trainerrolle übernehmen. Aus Teilnehmern und Trainern werden Trainer-Kollegen.

  • Parallel zu den Modulen dürfen wir die Trainer beim sog. Shadowing zu ihren Einsätzen begleiten und dort mit-lernen (siehe weiter oben Stichwort Outdoor-Training).

  • Zu Ende der Ausbildung führen wir bei echten Kunden Trainings durch, die wir von der Auftragsklärung bis zum Feedback betreuen. In der Ausbildung nennen wir es unsere LIVE-Erfahrung und diese ist in Deutschland absolut einzigartig. Nun gut, das mache ich auch so schon - aber hier habe ich die Chance von vorn bis hinten Feedback zum Prozess zu bekommen und mich hier noch echt zu entwickeln.

  • (R)Ausflüge aus der Komfort-Zone und das damit verbundene Lernabenteuer sind inklusive.


Die Trainerausbildung war das beste was ich in 2019 gemacht habe.


Aus Fremden sind Freunde, Kollegen, Berater, Vertraute geworden.

Aus Unsicherheiten sind Stärken geworden, aus Experimenten wirklich tolle Konzepte und aus kleinen Stärken echte Superpowers.

Ich stehe sicher und selbstbewusst im Trainingsraum, fühle mich wohl bei Akquise und Auftragsklärung, weiß was ich kann und wen ich fragen darf wenn ich Input brauche.

Aus einem mir bekannten Netzwerk ist ein Schwarm geworden, dessen Teil ich bin und in dem das Teilen von Wissen und Energie im Mittelpunkt steht.

Ich bin sehr dankbar und weiß, es geht eigentlich erst los!


Wer noch einen tieferen Einblick haben möchte kann hier mal in meinen

Rückblick auf Modul 3 meiner Trainerausbildung reinlesen.


Wer mehr über die Ausbildung erfahren möchte wird hier fündig:

TPN TRAINERAUSBILDUNG 2020

Ich blogge seit September wöchentlich, bin also stolze Ironbloggerin


Mein Blog existiert eigentlich seit Anfang 2019. Die erste Jahreshälfte ist er allerdings eher das einsame Zuhause meiner Monatsrückblicke und hat den Namen Blog eigentlich noch nicht verdient. Keine Zeit, keine Ideen für Blogartikel, keine richtige Idee wo ich wie anfangen soll und natürlich eine gute Portion Content-Ängst…all das stellt sich zwischen mich und die Vorstellung unbeschwert und unbefangen vor allem für mein Vergnügen niederzuschreiben was mich bewegt, interessiert und neugierig macht.


Als ich anfange mehr und mehr der Blogartikel und Tipps von Judith "Sympatexter" Peters zu lesen (und umzusetzen) wird das ganze schon interessanter. Gerade währen des Kurses "Newsbetter" im Rahmen der Somba Summer School erkenne ich wie nützlich ein Blog ist und wie viel Spaß es machen kann zu bloggen.


Als Judith ihren neuen Kurs Ironblogging 2019 launcht melde ich mich an noch bevor ich die Details kenne (und dich glaube das überrascht sogar sie etwas :) )

Das klingt schon ziemlich handfest und ambitioniert, aber gemeinsam und eingerahmt von Themenvorschlägen, Brainstormings, Co-Workings und viel Feedback auch sehr machbar.


Inzwischen sind seit Anfang September in diesem Modus 15 Blogartikel entstanden und den 16. Artikel tippe ich hier gerade. Es geht immer leichter, wird immer mehr zur Routine und macht immer mehr Spaß. Besonders wichtig ist für mich allerdings, dass ich nicht nur lerne Blogartikel zu verfassen. So oft geht es um Texte im allgemeinen - sei es für die Webseite, den Newsletter, Social Media Posts, Angebote etc. Ich habe das Gefühl mehr und mehr zu verstehen worauf es ankommt, wie ich meinen eigenen Stil finde und Schreibroutinen entwickle. Noch drei Monate habe ich im neuen Jahr vor mir und eine lange Liste mit Ideen worüber ich schreiben möchte! Let’s do this!

Ich ziehe Ende September von Berlin

nach Berlin und in eine neue WG


Seit dem 1. Oktober 2019 habe ich eine neue Adresse. Es ist das erste Mal seit 2010, dass ich die Adresse, aber nicht die Stadt wechsle. Ich ziehe von Berlin nach Berlin.

Und weil ich gern wohne wo ich wohne (Kreuzberg) und richtig unverschämtes Glück hatte, mache ich es wie 60% der Berliner und ziehe sogar im selben Bezirk um.


Die Option und auch die Entscheidung waren sehr spontan und so lagen im zwischen Zusage und Umzug gerade mal 33 Tage. Leicht war die Entscheidung nicht , denn ich hatte eine wirklich unglaublich tolle WG: sehr schöne Lage, gut angebunden an U- und S-Bahn, wunderbar große Küche, schönes Wohnzimmer mit Platz für Gäste und Zusammensein, ein Balkon mit Blick auf den Park und ein Gästezimmer für alle, die vorbeikommen wollen. Auch mit meinen beiden Mitbewohnern hat alles super geklappt. Leider gab es aber in den letzten Monaten vor dem Umzug ein paar Schwierigkeiten mit unserem Vermieter, der vom Konzept der Wohngemeinschaft nicht überzeugt ist.

(Oben das alte Zuhause, unten das neue.)


Ich habe aus der Not eine Tugend gemacht und nebenbei vieles ausgemistet und weggegeben. Und das wird auch noch eine Weile so weitergehen. Es gefällt mir und tut mir gut, mich nur mit den Dingen zu umgeben, die ich wirklich nutze und schätze. Weniger „Stehrumskis“ und „Staubeinskis“, weniger Ballast, kleineres Gepäck, mehr Bewegungsfreiheit. Dieser Trend wird mich in 2020 sicherlich begleiten.


Wenn am 28.12.2019 die netten Jungs von IKEA noch den Ersatz für die beiden defekten Regale liefern verschwinden auch die letzten Umzugskisten und ich mach's mir schön!

Ich überstehe meine selbstverursachten terminlichen Wahnsinn

in September und Oktober


Als ich Ende August über meinem Kalender brüte, Zugfahrten plane, Hotels buche und mir überlege welche Konzeptionsaufgaben ich in welche Trainingslücken packen kann, wird mir klar, dass ich mir da vielleicht etwas mehr aufgehäuft habe als ich gut kauen und verdauen kann.


Ich habe zu allen Anfragen und Trainingsmöglichkeiten sofort „Ja“ gesagt aus Angst einen Auftrag zu verpassen. Ich habe jede Weiterbildungsmöglichkeit für mich selbst eingeplant um immer weiter zu wachsen. Und vor lauter Begeisterung habe ich wohl vergessen, dass es auch Lücken geben muss. Lücken für Zugfahrten, Lücken um vor- und nachzubereiten, Lücken um zu Hause die Wäsche zu waschen, Buchhaltung zu erledigen, durchzuatmen, aufzutanken, Freunde zu treffen.


Und gleichzeitig möchte ich auf nichts verzichten, möchte nicht priorisieren und absagen müssen. Ich bin der Überzeugung ich schaffe das - und so ist es schlussendlich auch. Ich schaffe es. Einen Tag und ein Training nach dem anderen. Allerdings habe ich auch das Gefühl ich kann vieles gar nicht richtig wahrnehmen, wertschätzen und genießen. Es rast an mir vorbei und ich bin gedanklich immer noch einen Schritt hinterher oder einen voraus - nie im hier und jetzt.

Ich bin schon mitten über dem Atlantik als ich so richtig realisiere, dass ich auf dem Weg in den Urlaub bin und ich nutze den restlichen Flug um der die letzten Wochen nachzudenken.


Was ich weiß: So möchte ich das nie wieder machen. Ich will mir den Kalender nie wieder so vollstopfen, dass ich die Tage nicht mehr unterscheide, dass ich mich so getrieben fühle, dass ich ohne Stimme im Trainingsraum stehe und nicht weiß wann ich sie kurieren kann. Klar kann man für einen Zeitraum Gas geben, aber für zwei Monate oder mehr am Stück? Nein, danke!


Schwieriger als die Erkenntnis und der Entschluss ist die Überlegung wie ich es verhindern kann. Ich kenne mich und auch in Zukunft werden mit viele Dinge begeistern und interessieren, ich werde mich von Anfragen geschmeichelt fühlen und Kunden, Freunden, Familie Gefallen tun wollen. Wie kann ich verhindern, dass ich mich in einer Phase der Erholung und Entspannung allem gewachsen fühle und mit einer „Das geht schon!“ Mentalität Woche für Woche und Tag für Tag ausbuche?


Einfach wird das nicht, aber ich habe schon ein paar Maßnahmen getroffen und mir z.B. für 2020 schon Wochen zwischendurch geblockt - nicht unbedingt für Urlaub, aber trainingsfrei. Ich werde sehen wie es klappt und vermutlich berichten. Und falls jemand nützliche Tipps hat - gerne her damit! Ich weiß, dass ich damit nicht alleine bin.

Ich mache im November Urlaub in Buenos Aires und tanze auf der Hochzeit meiner Gastschwester Iaru


Meine Reise nach Buenos Aires ist für mich persönlich der krönende Abschluss meines Jahres und ich freue mich seit März darauf. Seit der WhatsApp-Nachricht meiner Gastschwester Iaru mit dem Text "Franzi, ich heirate am 17. November! Kommst Du?“.


Aber hier muss ich nun tatsächlich eine kurze Geschichte zum Hintergrund einschieben: Mein letzter Besuch in Buenos Aires ist beinahe 18 Jahre her. Ich war damals 16 und bin durch eine Verkettung sehr glücklicher Umstände und Zufälle in den Genuss eines außergewöhnlichen Schüleraustausches gekommen. Ich war nicht wie andere eine Woche in Lyon oder fünf Tage in Manchester, sondern ganze sechs Wochen in Argentinien. Mit meiner Gastschwester Iaru habe ich Kontakt gehalten - mal in höherer Frequenz, mal seltener. Sicher haben auch Facebook & Co. ihren Beitrag geleistet und es uns einfacher gemacht als es früher gewesen wäre.

Zu Iaru Hochzeit eingeladen zu werden hab mich unbeschreiblich gefreut. Es war schon meine zweite Hochzeit in Buenos Aires. 2002 hat damals Iarus ältere Schwester Carolina geheiratet und ich durfte erfahren wie Argentinier feiern. Diesmal war es noch großartiger! Ich war physisch und psychisch besser auf eine durchtanze Nacht vorbereitet (und Portenos meinen sowohl "Nacht" als auch "durchtanzt" sehr, sehr wörtlich!). Und ich konnte mich, dank 4 Semester Wirtschaftsspanisch und einem Auslandssemester in Kolumbien wesentlich besser unterhalten.

Die Woche vor der Hochzeit haben Iaru und ich einfach viel Zeit zusammen verbracht: beim Eis essen, bei der Maniküre, in der Skybar, bei den letzten Vorbereitungen. In der Woche nach der Hochzeit bin ich in die Stadt eingetaucht, habe lange Sightseeing-Spaziergänge und Tagesausflüge unternommen, bin auf meiner Dachtereasse in der Sonne gesessen, habe Eis gegessen, die kommenden Monate geplant und die Seele baumeln lassen. Ich verstehe so gut, warum viele immer wieder kommen oder sogar bleiben! Fest steht, dass ich bis zum nächsten Besuch nicht wieder 17 Jahre vergehen lasse.

Mein Ausblick auf 2020:

Was wird mich beschäftigen?

Was kommt, was bleibt?


2020…


… mache ich regelmäßigen Sport wieder zu einem festen Bestandteil meines Lebens.

… erlebe ich jeden Monat ein kleines Abenteuer draußen - Wanderung, Kajaktour, Einfach mit der S-Bahn zur Endstation und dann entdecken gehen.

… organisiere ich 8 Wochen so, dass ich in dieser zeit ortsunabhängig arbeiten kann.

… bilde ich mich weiter in den Bereichen GFK (Gewaltfreie Kommunikation), Agilität und Moderation.

… konzentriere ich mich darauf neue Angebote immer mit einer Blended-Learning-Option anzubieten.

… trenne ich mich konsequent von Dingen, die ich nicht mehr benötige - Kleidung, Bücher, Möbel.

… erstelle ich eine Angebotsseite auf meiner Homepage.

… plane ich eine Art "Trainers-Train-Trainer-Camp" mit buntem Methoden-/Wissens-Input und Ferienlager-Feeling.

… blogge ich jede Woche, 52 Wochen lang.

Mein Wort für 2019 war Schwung: Schwung holen, Schwung nehmen, Schwung haben!


Mein Wort für 2020 ist Rollen: Der Schwung aus 2019 hat mich ins Rollen gebracht und das darf ich nun nutzen. Gleichzeitig steht Rollen aber auch für unterschiedliche Rollen, die ich in meiner Selbständigkeit lebe und die ich in 2020 weiter ausbauen möchte: Trainerin, Coach, Beraterin, Moderatorin.

Wenn du in 2020 auf dem Laufenden sein willst was bei mir so passiert,

dann trag dich gern in meine Update-Liste ein.


Immer zum Ende des Monats gibt es kurz und unterhaltsam einen Überblick, was war, was ist und was wird.

Hier kommst Du Direkt zu meinen Monatsrückblicken:


Mein Januar 2019

Mein Februar 2019

Mein März 2019

Mein April 2019

Mein Mai 2019

Mein Juni 2019

Mein Juli 2019

Mein August 2019

Mein September 2019

Mein Oktober 2019

Mein November 2019

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Franziska Blickle: 

Trainerin für Kommunikation, Leadership und Selbstmanagement, in Berlin daheim und europaweit unterwegs

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