• Franziska Blickle

Mein April 2021 - Schiff Ahoi!

Aktualisiert: Mai 7

In diesem April gab es nur ein Highlight, aber was für eines! Lies unten warum meine Schwester jetzt eine Seebärin ist, was sonst noch so passiert ist im April und worauf ich mich im Mai freue! Viel Spaß!

Was war los im April?

DAS Highlight:

Ich nehme meine Schwester nach 6 Monaten

auf See in Empfang


"Wir lagen vor Madagascar und hatten die Pest an Board..." so schallt es schaurig-schön-schief aus 34 Schüler:innen-Kehlen.

Sie haben es sich nicht nehmen lassen und legen für die letzten paar hundert Meter ihrer bemerkenswerten Reise einen tollen Auftritt hin.


Nicht auf dem Schiff, sondern in der Takelage und im Ausguck sitzen sie und winken und singen.

Es sind die letzten Augenblicke einer Reise über 6 Monate und über 8.000 Seemeilen.

Ich habe Gänsehaut und mir laufen die Tränen.

Aber mal von vorn...

Von welchem Schiff rede ich da?

Was mache ich im Kieler Hafen und überhaupt, was hat meine Schwester damit zu tun?


Meine Schwestern ist Lehrerin (Gymnasium, Geografie, Wirtschaft und Recht - falls das wichtig und/oder interessant ist) und hat schon seit ein paar Jahren für das Schuljahr 2020/2021 ein Sabbatical beantragt und geplant.

Ja, korrekt, wäre sie im Besitz einer gut funktionierenden Kristallkugel, hätte sie ein anderes Jahr ausgesucht...aber das gilt für viele und für so vieles, also Schwamm drüber.


Zu ihrem Glück hat sie sich im Februar bei "Klassenzimmer unter Segeln" beworben.

Klassenzimmer unter Segeln (KUS) ist ein Projekt der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg mit dem Institut für Erziehungswissenschaft und dem Institut für Lern-Innovation.


Soll heißen:

34 Schüler:innen der 10. Jahrgangsstufe klettern mit 16 Erwachsenen (Lehrer:innen, Kapitän, Bootsmann etc.) auf einen Dreimaster (namentlich die Thor Heyerdahl) und tauschen für sechs Monate Betten gegen Kojen, Zimmer gegen Kajüten, Küche gegen Kombüse. Sie segeln von Kiel über die Kanaren und Kapverden zu den Azoren und wieder nach Kiel.


Ich könnte jetzt hier immer weiter erzählen, aber wen es interessiert, stöbert lieber auf der Website und im Blog...die erzählen noch viel toller!


Ich kehre dahin zurück wo ich gestartet habe, also an die Anlegestelle in Kiel.


Ich stehe hier am Sonntag Vormittag. Die Sonne scheint, aber der Wind weht kalt und auch wenn ich nur diese letzten paar hundert Meter sehen kann, werde ich ganz emotional, weil ich weiß was für eine außergewöhnliche Reise sie beenden.


Meine Schwester hat keine Ahnung, dass ich da bin. Ich habe mich im allerletzten Moment entschlossen und meiner Anmeldung (alles ganz vorschriftsmäßig organisiert und nur für den engsten Kreis überhaupt möglich) die Bitte beigefügt, nichts zu verraten.


Um 4 Uhr sind wir aufgestanden und im Mietauto von Berlin nach Kiel gedüst. Über eine leere Autobahn. In der Hoffnung, die Überraschung glückt und sie freut sich. Nur eine kurze Pause für Toilette und Kaffee.



Als das Schiff an uns vorbeizieht sehe ich sie da stehen - Arm in Arm mit anderen Crew-Mitgliedern. Ungewohnt da alle ohne Maske und so eng zu sehen...für ein paar Minuten noch.

An Land stehen wir auf fest markierten Punkten, alle mit Maske, alle mit großzügigem Abstand...Eine Sache mehr, die für die Rückkehrer so anders sein wird.


Das Schiff dreht, was ein bisschen dauert. Die Schüler:innen klettern runter von den Masten und an Deck. Wer die eigenen Eltern entdeckt winkt und ruft.


Ich sehe meine Schwester an Deck reden und organisieren...vielleicht noch 15 Meter weit weg und weil ich es nicht mehr aushalte rufe ich "Oni!".


Sie reagiert sofort, dreht sich um, sucht, scannt die Menge, kann es ganz offensichtlich nicht einordnen... erst als ich meine Maske kurz runterziehe und sich endlich unsere Blicke treffen, kommt ein ungläubiges "Franzi!?" zurück. Und dann rollen bei uns beiden die Tränen.


Ich kürze jetzt ein bisschen ab...


Die ganze Abschiedszeremonie ist trotz aller Einschränkungen sehr schön, es werden Dankesworte gesprochen und Geschenke überreicht. Jede:r der Schüler:innen bekommt eine Bescheinigung über die zurückgelegten Seemeilen, die angelaufenen Häfen und alle auf der Reise übernommenen Ämter. Ich bin wirklich beeindruckt und genieße es mal was ganz anderes zu erleben - und vor allem nicht virtuell.


Dann läutet zum letzten Mal die Schiffsglocke und mit "Acht Glasen" endet die Reise endgültig.


Weil diesmal kein Buffet an Land wartet, sondern die Schüler einzeln von Board gehen, mit Ihren Eltern zum Auto gehen und sofort wegfahren, wird es jetzt ernst.

Wie schön, dass das nicht schweigend passiert. Zu jeder und jedem haben die Lehrer noch eine Strophe gedichtet. So erfahren wir noch die ein oder andere kleine Geschichte und bekommen einen Mini-Eindruck von den vielen Dingen, die passiert sind in 6 Monaten in dieser ganz eigenen Welt.


Als alle Schüler:innen von Board sind, kann ich kurz mit meiner Schwester sprechen. Sie auf dem Schiff, ich an Land. 10 Minuten für das allerwichtigste. Dann muss sie los - "Klar Schiff machen" - und wir machen uns auf den Heimweg. Nein, ich hab sie nicht mal drücken können...und dennoch würde ich es genauso wieder machen.


Ich weigere mich unsere Gesprächszeit in Fahrtzeit oder Benzingeld aufzuwiegen.

Ich konnte sie in Empfang nehmen und war einen ganz klitzekleinen Moment bei ihrem Abenteuer dabei! Da war jemand, der auf sie gewartet hat! Wir haben uns beide so gefreut - und das ist es mir mehr als wert gewesen!


Meine Schwester steht hier mitten unter den Schüler:innen - Verzeihung! Seeleuten - und wer genau schaut, kann auch mich und meinen Freund finden...an Land ganz hinten links in schwarz und natürlich mit der obligatorischen Maske...

Gruppenbild auf Deck eines Segelschiffes.
Das einzige Foto mit uns beiden drauf...keine hat an ein Selfie gedacht :)

Und das ist sonst noch so passiert:

Ich habe mich entschlossen bis einschließlich August keine neuen Aufträge mehr anzunehmen und mich außerdem aktiv mit dem Aufbau eines kleinen Teams zu beginnen.

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Ich habe das Oster-Wochenende als Auszeit genossen, viel Schokolade gefuttert und kleine Longboard-Ausflüge gemacht.


Ich habe eine Trainingsreihe zum Thema "Positive Servicekommunikation",

die mich seit Januar begleitet, erfolgreich beendet.

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Ich habe mein Trainingskonzept für die Arbeit mit MURAL erfolgreich auf das Tool Concept-Board übertragen und meinen ersten Workshop dazu gegeben.

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Ich habe mein erstes Reel erstellt und habe viele Ideen, wie ich Tipps und Tricks aus meinem Blog so neu zur Geltung bringen kann.

Ihr findet es hier: https://www.instagram.com/franziskablickle.training/reels/




Ich habe es mehr als einmal schon morgens vor die Türe geschafft und die frische Luft am Morgen sehr genossen.

Und hierüber habe ich im April 2021 gebloggt:


Meine TOP 8 Eisbrecher-Fragen

Der Blogartikel zu meinem Aprilscherz - in dem gab es ein paar nicht so ernst gemeinte Eisbrecher Fragen. Die im Blog-Artikel könnt ihr aber mit gutem Gefühl nutzen.



Wer, was oder wo ist ein Tech Host?

Alles, was es über Tech-hosts zu wissen gibt, steht hier.





Ich gestehe: Meine Geduld im Training ist ein gut trainiertes Pokerface...

Hier wird's persönlich: ich nehme euch mit in meinem Kopf, beschreibe wie ich im Training geduldig bleibe und warum mir das so wichtig ist.



MURAL Funktionen | Einladungs-Link

Alleine auf einem MURAL Board zu arbeiten geht zwar auch, so richtig Spaß macht das aber erst wenn viele da sind :) Darum zeige ich euch heute wie ihr andere "Member" und "Visitor" einladen könnt ...



MURAL Funktionen | "Crop"

In diesem kurzen Artikel stelle ich eine Funktion vor, die mir selbst viel Zeit erspart. Mit ihr lassen sich Bilder direkt in MURAL zurechtschneiden.




MURAL Funktionen | Die Voting Session

Vor allem Moderator:innen, die in Präsenz gern mit Klebepunkten arbeiten, fragen sich relativ schnell ob das denn auch virtuell geht. Oder ob es andere Möglichkeiten für Abstimmungen und Umfragen gibt...




Ich freue mich im Mai vor allem ...


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  • ... auf den Start des Gruppencoachings Team-Up Your Business mit Angelique Dujic.

  • ... auf eine Woche Auszeit für einen freien Kopf.

  • ... auf die erste Umsetzungswoche in Smash It!

  • ... auf 2 virtuelle Vorträge, die ich zur Arbeit mit virtuellen Whiteboards halten werde.

  • ... auf Fahrradtouren mit meinem Swapfiets.

  • ... auf Logboard-Touren

  • ... auf wärmere Temperaturen und mehr Sonnenschein.

  • ... auf Picknicks im Freien.


Wenn du noch ein bisschen näher dran sein willst an dem, was bei mir so passiert, welche neuen Projekte ich starte oder welche Trainings aktuell sind, dann abonniere gern hier meinen Newsletter.



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