• Franziska Blickle

12 Stunden - 12 Bilder | Der Foto-Rückblick auf meinen Trainingstag

Aktualisiert: Aug 8


6.00 Uhr


Der Wecker klingelt und ich in schon vorher wach.


Was? Das kenne ich nur von Trainingstagen und vor allem wenn ich mit Oropax schlafe. Die Panik zu verschlafen ist scheinbar stärker als meine sonstige Snooze-Gewohnheit.


Fühle mich ganz fit! Der Tag kann kommen.

In der Wohngemeinschaft sieht jedes Zimmer anders aus. Das hier ist robust und viel gemütlicher als es aussieht.

7.00 Uhr


Ich sitze mit einer Tasse Kaffee im "Wohnzimmer" der Wohngemeinschaft und lege letzte Hand an das Training.

Genauer gesagt übertrage ich die Unterlagen in Google Drive, damit ich auch mit dem Tablet darauf zugreifen kann. Warum das?

Ich will mal versuchen da mit weniger Papier klar zu kommen, denn den Trainerleitfaden drucke ich nur aus und werfe ihn nach dem Training weg. Ich bin sicher mit etwas Eingewöhnung klappt das auch papierlos.

Das "Wohnzimmer" der Wohngemeinschaft

8.00 Uhr


Ankunft an der Trainingslocation: Im Startplatz haben wir heute den Raum Vancouver gebucht und um Punkt 8.00 Uhr weiß ich noch nicht, dass mich eine kleine Odyssee erwartet bis ich ihn gefunden habe.


Station 1 ist der Fahrstuhl, der erstmal steckenbleibt! Adrenalinschock. Ich glaube im Aufzug zu stecken, wenn ich ein Training starten soll ist genau so schlimm wie verschlafen haben.

Also zu Fuß in den 2. Stock, dort mit einem hilfsbereiten Mitarbeiter in den vierten und nach der Anmeldung weiter in den fünften. Habe ich erwähnt, dass ich immer ziemlich viel Material mitschleppe...schweißtreibende Angelegenheit diese Treppen-Tour!


Next Challenge: Der Kollege hat den falschen Schlüssel dabei und wir stehen vor verschlossener Tür...

Nun, was soll ich sagen, es ist mittlerweile 8.20 Uhr und ich komme ja nicht ne Stunde früher um alleine den Kaffee leer zu trinken, sondern weil ich Sachen vorbereiten muss...Langsam werde ich etwas nervös.

Der Kollege also nochmal runter. Ich schaue mir durch die Glastür den Raum an und überlege schon mal was ich umstellen will. Er kommt zurück, wieder der falsche Schlüssel...dafür entdeckt er diesmal, dass die Türe gar nicht abgeschlossen war! Verstohlene Blicke werden getauscht, wir kichern leise und einigen uns den Vorfall nicht wieder zu erwähnen.


Schöne Tür...hätte ich nur gewusst, dass die gar nicht abgeschlossen war...


9.00 Uhr


Alles fertig vorbereitet! Alles so wie ich das geplant habe? Nö, dafür hätte ich Zauberkräfte gebraucht, aber das gesamte Setting ist jetzt passend für die Gruppe, ich habe alles für die ersten Übungen und konzentriere mich jetzt darauf die Ankomm-Phase gut zu gestalten. Und dann gehts los!

Alles bereit...so ziemlich!

10.00 Uhr


Mein Intro besteht immer aus meiner Vorstellung, einem groben Überblick über die drei Module und vor allem den heutigen Tag und die Vorstellung der Trainingsprinzipien. Heute kommt noch eine Info zu den Hygiene-Maßnahmen dazu.


Anschließend der Check-In. Memo an mich: Bei der eigenen Vorstellung den FunFAct sorgfältiger wählen und vor allem kurz fassen. Wir hatten heute die irrsten Geschichten und sind hier zeitlich das erste Mal schön aus dem Ruder gelaufen.

Habe kein Bild von Hygiene-Regeln, darum hier unser Ausblick.

11.00 Uhr


Gruppenarbeit zu den Aufgaben einer Führungskraft. Was ich in der zeit so mache? Gute Frage! Ich hab da mal was vorbereitet: Was machen Trainer*innen eigentlich während einer Gruppenarbeit?




12.00 Uhr


Endspurt vor der Mittagspause und wir reflektieren gerade gemeinsam zum Modell der Situativen Führung. Das ist eines meiner Lieblingsthemen, weil ich es so hilfreich finde! Ob ich das mal genauer erklären kann? Gern! Nur nicht mehr heute! Aber ihr bekommt eine schöne Visualisierung...da wird auch schon einiges klar.



13.00 Uhr


Mittagessen. Ich sitze mit der gesamten Truppe im "Hans im Glück", kaue an meinem Burger (Walnuss-Bratling mit Pilzsauce im Mehrkorn-Brötchen und dazu Salat).


Ich lasse meinen Blick über den Tisch schweifen und überlege mit Blick auf zahlreiche Double-Cheese-Burger und sehr viele Pommes angestrengt, wie ich meine TN nach dem Essen wach halten soll.


Nun ja...das nächste Mal werde ich auch auf so eine Situation vorbereitet sein und vielleicht vorab etwas hilfreiches sagen. Heute wollte ich da keine "Vorschriften machen" oder jemandem "reinquatschen".


Spolier: Der Nachmittag war für einige anstrengender als er hätte sein müssen.


Lecker...und nicht die beste Wahl für einen Trainingstag...just sayin'!

14.00 Uhr


Es geht weiter und wir machen eine zweite Lieblingsübung: Den Coaching-Automaten. Ob ich das mal genauer erklären kann? Gern! Nur nicht mehr heute! Aber ich mach's - versprochen!


15.00 Uhr


Wir müssen heute Nachmittag leider mit den Nachteilen eines komplett verglasten Raumes leben und sitzen mit Kunstlicht hinter heruntergelassenen Jalousien. ich finde das immer etwas deprimierend, allerdings wäre die Alternative langsam vor sich hin zu braten und das kann ich auch nicht brauchen.


Die TN sind gerade alle mit Coaching beschäftigt, werden gecoacht, coachen und beobachten.


16.00 Uhr


Endspurt! Heute wird mir wieder bewusst wie wichtig es ist Puffer ein zu bauen. Insgesamt vier kurze Sequenzen habe ich aus dem Tagesplan genommen und werde sie als Transferaufgabe stellen oder im kommenden Modul nachholen.

Habe ich mich so verplant? Eigentlich nicht, aber kleine Verzögerungen summieren sich ordentlich: 10 min später angefangen, 10 min längerer Check-In, bei jeder Gruppenübung 2-5 Min bis wieder alle im Kreis sitzen, Mittagessen 20 min länger...heute war es extrem.

Darum: Immer schon vorab überlegen, was entfallen kann ohne den Flow zu stören. Das ist meist besser als ständig hinterher zu hinken.

Symbolbild: Es gibt nicht zu viele Timer :)

17.00 Uhr


It's over! Zusammenfassung, Check-Out und Tschüss!

Ich noch nicht, ich räume noch auf, aber die TN suchen das Weite...ich hoffe sie genießen die Sonne und checken nicht nur Mails :)



18.00 Uhr


Seit 15 Minuten sitze ich auf einer Bank an dem Brunnen, den ich den ganzen Tag aus dem Fenster sehen konnte. Ein Hund hat großen Spaß mit den Fontänen, zwei kleine Mädchen rennen quietschend in nassen Kleidchen hindurch. Es ist warm, ich bin platt und meine Tasche ist schwer. Ich muss mich noch etwas sammeln, bevor ich den 30min-Spaziergang zu meinem Hostel antrete. Hab ich die Doku für heute Abend versprochen? Ich glaube nicht. Nein, ich habe "morgen" gesagt. Gut! Morgen früh kann ich wieder, aber heute mag ich nichts mehr müssen.

Auf dem Heimweg zurück über das Teich-See-Becken-Dings

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Franziska Blickle: 

Trainerin für Kommunikation, Leadership und Selbstmanagement, in Berlin daheim und europaweit unterwegs

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