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  • AutorenbildFranziska Blickle

#arbeitenlassen - Warum ist das mein liebstes Workshop-Prinzip?

Aktualisiert: 15. Nov. 2023

Workshop wird korrekt mit „Werkstatt“ übersetzt.

Ich weiß, dass du das weißt, aber ich wollte dich nochmal dran erinnern, denn in einer Werkstatt hat ein reiner Vortrag nichts zu suchen. Da wird gemeinsam gewerkelt (wie man in Bayern sagen würde).

Meist ist die erste Methode, die uns einfällt, wenn wir darüber nachdenken, wie wir Wissen vermitteln können „Ich erzähle dir mein Wissen“.


Mein Tipp:

Halte das im Workshop möglichst kurz und hänge in Gedanken immer unbedingt „und dann machen wir für dich was Neues draus“ hinten dran.


Auch bei der (kurzen) Wissensvermittlung kannst du deine Teilnehmer:innen übrigens schon ganz aktiv einbeziehen.

 

Hier ein paar Ideen dafür:

  • Bevor du deinen inhaltlichen Impuls gibst, frage deine Teilnehmer:innen, was sie über das Thema schon wissen.

  • Garniere deinen Input mit Mikro-Interaktionen, wie z.B. Schätzfragen oder Abstimmungsfragen oder „Wer hat schon mal“-Fragen.

  • Lass die Gruppe Inhalte selbst erarbeiten (entweder mit einer kleinen Vorlage von dir oder völlig frei).

  • Lass die Gruppe selbst Beispiele finden, statt welche zu geben und kommentiere diese dann lieber, z.B. wenn sie noch nicht ganz passend sind oder eine Ausnahme darstellen.

 

Wichtig:

Was die Gruppe selbst erarbeitet, wird unperfekt sein!

Wie bei Kinderbasteleien.

Krumm und schief und noch lange nicht fertig.


Aber es wird der eigene Beitrag sein und wie ein Kind auf das eigene krumm-schiefe Kunstwerk, werden sie dazu eine völlig andere Beziehung haben als zu deiner perfekten Vorlage.


Was wir selbst entdecken und im Wortsinne begreifen dürfen, führt zu ganz anderen Lerneffekten als das, was wir nur gezeigt oder erklärt bekommen. Die Kombination ist der Schlüssel!


Als Hinweis für dich:

Auch wenn man all das versteht, ist es nicht so kinderleicht wie es klingt, denn wenn wir die Teilnehmer:innen selbst erarbeiten lassen, was wir erklären oder zeigen könnten, dann geben wir Kontrolle ab.

Wir meinen weniger gut steuern zu können, ob und wie gut die Teilnehmenden die Lernziele erreichen.


Was dir als Moderator:in dabei helfen kann:

Hol dir ggf. ein Zwischenfeedback ein, indem du fragst, wie es den Teilnehmer:innen gerade geht oder wozu sie noch Fragen haben. Das gibt dir Sicherheit.


 

Hier findest du meinen Kurzinput (3:30 min) zum Thema #arbeitenlassen auf Youtube:



 

Wenn du noch ein bisschen näher dran sein willst an dem, was bei mir so passiert, welche neuen Projekte ich starte oder welche Trainings aktuell sind, dann abonniere gern hier meinen Newsletter.



96 Ansichten1 Kommentar

1 comentario


Invitado
31 jul 2023

Liebe Franziska, danke für deinen Artikel. Er zeigt auf, wie spannend und abwechslungsreich ein Workshop gestaltet werden kann – so macht Lernen einfach Spass! Toll, dass du gleich eine Auswahl an konkreten Tipps zusammengestellt hast. Ich kann nur bestätigen, dass das Miteinbeziehen der TN sehr hilfreich ist.

Liebe Grüsse

Esther Nogler, Life Coach/Supervisorin

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