Agile Barcamp Leipzig: Was ich aus 9 Sessions mitgenommen habe
Mein Ticket für das Agile Barcamp Leipzig habe ich im Zug gekauft. Irgendwo zwischen Graz und Wien, noch voll im Afterglow des letzten Barcamps. Beste Kaufentscheidung seit Langem. 🎟️
Mein Plan war, voll in den Inspiration-Staubsauger-Modus zu gehen und alles rauszuziehen, was ich als „Freischekick“ für meine eigenen Formate nutzen kann. (Und: Die Idee, in 2027 ein eigenes Barcamp für Trainer:innen zu organisieren, war schon da. Warum nicht von Menschen lernen, die das im 10. (!) Jahr machen.)

Moment of Truth: Was hab ich jetzt an Inspiration genau mitgenommen?
Let’s see.
Tag 1
Nervensystem, Zustände und eine simple Übung
Von Vivien Mart habe ich eine tolle neue Veranschaulichung der Zustände unseres Nervensystems, die mir sicher in Zukunft hilft, das besser zu erklären. Außerdem eine ganz simple Übung, um das auch erfahrbar zu machen. Danke!
Feedbackkultur und Wettbewerbsmodus
In der nächsten Session haben wir uns gefragt, was hinderlich/förderlich für eine gesunde Feedbackkultur ist. Ich hab einen tollen Einblick bekommen, was dazu schon so als Alltagswissen bei den meisten verfügbar ist, ganz egal, ob sie schon mal ein Training dazu hatten. Und ich habe beobachten können, warum wir beim Vorstellen von Gruppenarbeitsergebnissen so schnell in einen Wettbewerbsmodus geraten.
Rhetorik-Kartenset und Perspektiventausch
Einfach mal ein Rhetorik-Kartenset auf den Tisch legen und die Gruppe sich selbst überlassen? Klappt, wenn alle Bock haben. Ich hab eine ziemlich coole neue Übung mitgenommen, die ich bald mal ausprobieren will, um Führungskräften den Perspektiventausch mit ihren Teammitgliedern und der eigenen Führungskraft zu ermöglichen.
Improtheater-Übungen von Tabea Musolff
Danke Tabea für zwei richtig tolle Übungen aus dem Improtheater! Für das Erleben von Stress, Fehlerkultur, psychologischer Sicherheit, Kommunikation, Veränderung, Komplexität, Lernerfolg… Ich werde beide bald ausprobieren, ein bisschen weniger komplex, damit ich mich selbst mit der Anleitung nicht überfordere. Und selbst wenn. Dann lern eben ich was dabei.
Coachende Haltung in der Führungsrolle
Mit Franziska Staake haben wir über die Vorteile einer coachenden Haltung in der Führungsrolle gesprochen. War spannend für mich, mal als Zuhörerin mitzubekommen, was da bei Führungskräften an Ideen, aber auch an Unsicherheiten und Vorurteilen da ist.
Hilft mir, das Thema im nächsten training nochmal um eine Dimension zu erweitern.
Tag 2
Selbstoffenbarung als Führungsinstrument
Hier gabs mehr theoretischen Unterbau für Prinzipien, die ich schon viel nutze in meinen Formaten. Mega hilfreich.
Wissensausgleich — und was passiert, wenn er fehlt
In dieser Session habe ich selber erleben dürfen, wie wichtig es manchmal ist, für einen gewissen Wissensausgleich zu sorgen, damit sich alle beteiligen können.
Soll heißen: Ich hab nur Bahnhof verstanden und mir nach der Hälfte einfach die Frage gestellt (und Notizen gemacht), was ich als Teilnehmende gebraucht hätte, um das auch zuzugeben, hinterherzukommen und dann ggf. doch einen Beitrag zu leisten.
Das Highlight: Mehr Barcamps wagen
Gerhard Wagler hat sich als Mission gesetzt, dass es (wieder) mehr Barcamps gibt. Ich will in 2027 ein Barcamp für Trainer:innen und Facilitatoren machen.
Bäm 💥, hab so viele Tipps, Kontakte, Ressourcen mitgenommen, wie in 45 Minuten passen. (Wenn dich das interessiert und ich Bescheid sagen soll, wenn es losgeht, dann lass es mich unbedingt wissen — Am liebsten als kurze Nachricht an hello@franziska-blickle.com.)
Agile ist wie Fußpilz
"Agile ist wie Fußpilz… Wenn man sich das einmal eingefangen hat, wird man das so schnell nicht wieder los." Sehr humorige Abschluss-Session, aus der ich eine tolle Idee mitnehme: ein komplexes Thema mit Humor zu sehen. Wird im nächsten Teamworkshop ausprobiert.

Und jetzt?
Wenn du deine Trainings- oder Workshop-Formate schärfen willst, ohne auf mein Barcamp zu warten, schau mal hier vorbei: franziska-blickle.com/konzeptwerkstatt











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