• Franziska Blickle

Von einer rettenden Email...

Aktualisiert: 9. März

Ich sitze im Zug von Prenzlau nach Berlin.

Zwei Tage habe ich mit der Meute "Bunte Füchse" und anderen Pfadfinder:innen vom Stamm Cassiopeia in Sternhagen auf einem Lagerplatz verbracht.

Sie bleiben noch bis morgen, ich muss schon wieder nach Hause.


Zwei Tage war ich in einer anderen Welt.

Einer Welt, in der gebastelt und gespielt wurde.

Wir haben Unmengen Porrige gekocht und, dick mit Zimtzucker bestreut, in Kindermündern verschwinden sehen.

Wir saßen draußen ums Feuer und haben gesungen.

Lustige Lieder, wilde Lieder, ruhige Lieder…

Ich war in einer anderen Welt...


Jetzt sitze ich im Zug von Prenzlau nach Berlin.

Ich habe den Fehler gemacht, mein Handy raus zu ziehen um "mal zu sehen, was los war".

Zu viel. Viel zu viel!

Ich klicke und scrolle immer weiter.

Ich will wissen und verstehen und gleichzeitig nicht.


Ich will zurück.

Will dorthin wo es in Konflikten darum geht, wer den letzten Keks bekommt.

Eine neue Woche beginnt.

Eine neue Woche beginnt und eben hatte ich - von diesem Ausflug in eine parallele Welt noch voller frischer Energie - tausend Dinge vor.

Jetzt weiß ich nicht wo ich starten soll.

Es scheint seltsam belanglos, was ich tue.

Eine neue Woche beginnt und ich habe das Gefühl mich entscheiden zu müssen, wie ich sie verbringen werde.

Lasse ich mich hinunterziehen in das Loch, das sich auftut, gefüllt mit unbeantworteten Fragen oder finde ich etwas, an dem ich mich festhalten kann.

Ich zwinge mich mein Smartphone weg zu legen und aus dem Fenster zu sehen.

Das fällt mir schwer.

Ich bin nicht gut darin, offline zu sein, vor allem nicht, wenn ich mich gestresst fühle.

Draussen ziehen die Hügel der Uckermark vorbei.

Ein kleiner See mit Schilf.

Jede Menge Kraniche.

Ich schaue einfach nur, versuche nicht zu denken oder zu tun, sonder für einen Moment einfach nur zu sein.

Kurz vor Berlin - eigentlich will ich nur sehen wann genau wir ankommen - tappe ich wie automatisch in meine Emailpostfach.

Ein paar wenige ungelesene.

Unter ihnen die Email, die mich rettet.


Sie ist von meiner "Smash It" Kollegin Antje.

Sie hat den Betreff Optimismus ist wichtig! und startet mit den Worten "Lasst uns loslaufen!" und scheinbar habe ich genau diese beiden Botschaften gebraucht.


Danke Antje! 💛


Ich komme in Berlin an und will nicht mehr zurück in die andere Realität mit Keksen und Lagerfeuer.

Ich freu mich auf die Woche in dieser Realität und ich freu mich auf den Tag.

Es gibt so viel zu tun!

Lasst uns loslaufen!


 

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