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  • AutorenbildFranziska Blickle

VAKOG Lerntypen - gibt's die wirklich?

Wenn von unterschiedlichen Lerntypen gesprochen wird, sind damit meist die sogenannten VAKOG-Lerntypen gemeint.


VAKOG steht für:


V = Visuell = Sehen

A = Auditiv = Hören

K = Kinästhetisch = Tasten

O = Olfaktorisch = Riechen

G = Gustativ = Schmecken


 

Vielleicht kannst du selbst mal kurz nachdenken:


  • Bist du jemand, der sich neue Vokabeln oder einen Namen erst richtig merken kann, wenn du es mal geschrieben gesehen hast?

  • Magst du Infografiken und Schaubilder?

  • Zeichnest du dir selbst gern Skizzen, um Dinge zusammenzufassen?


  • Bleiben dir Fakten besonders gut im Gedächtnis, wenn du sie gehört hast?

  • Informierst du dich gern über Podcasts und kannst du den Inhalt von Sachbüchern gut aufnehmen, indem du sie anhörst?


  • Hast du die besten und schnellsten Lernerfolge, wenn du etwas selbst anfassen und begreifen darfst?

  • Magst du etwas am liebsten auseinander bauen, damit du genau verstehst, wie es funktioniert?

  • Oder willst du zumindest selbst mitschreiben („Aus der Hand in den Verstand“), um es gut behalten zu können?


  • Verbindest du bestimmte Lernerfahrungen mit Gerüchen?

  • Hast du vielleicht sogar einen speziellen Lern-Duft, der zum Einsatz kommt?

  • Würdest du Dinge, über die du lernst, am liebsten selbst kochen? Auch wenn das vermutlich nicht immer ein Hochgenuss ist?

 

Was kommt dir bekannt vor?

Kannst du dich einem Typ zuordnen?


Als Hinweis:

Es sind natürlich auch Kombinationen möglich, ich z.B. würde mich als visuell-kinästhetische Lernerin einstufen.

 

Natürlich erreichen wir diese Lerntypen am besten, wenn wir ihnen das Lernen auf ihrem Kanal servieren.


Visuell:

Hier braucht es etwas zum Anschauen, vielleicht ein schön gestaltetes Flipchart, eine PP-Folie oder ein aussagekräftiges Bild.


Auditiv:

Hier müssen wir erklären, wiederholen, vielleicht einen Schnipsel vom Band abspielen.


Kinästhetisch:

Hier sollte es etwas zum Anfassen geben, etwas, was ich herumreichen und begutachten kann. Auch ein Handout, in dem ich selbst meine Notizen eintrage, statt es fix und fertig zu bekommen, kann helfen.


Olfaktorisch:

Hier ist etwas zum Riechen wichtig. Das ist bei manchen Formaten natürlich schwierig, bei andere lassen sich Düfte wunderbar einbauen.


Gustativ:

Kostprobe gefällig? Bei einem Feedback-Workshop hatte ich bisher noch keine gute Idee, was ich anbieten könnte, wenn es aber z.B. um Achtsamkeit geht, bietet sich hier immer eine kleine Schokoladenmeditation an.

 

Reality Check:


Es ist mittlerweile in der Wissenschaft strittig

ob es diese Lerntypen wirklich gibt. Mühsam eine Diagnose bei der eigenen Lerngruppe zu machen, lohnt also nicht so wirklich, finde ich.


Was unstrittig ist:

Je mehr Sinneskanäle eine Lernerfahrung bedient, desto besser erreicht sie unser Hirn und wird dort nachhaltiger gespeichert.

Wir merken uns also z.B. wesentlich besser, wie ein Gerät funktioniert, wenn wir es erklärt bekommen (auditiv), ansehen können (vielleicht sogar als 3-D Animation oder als Video) und dann selbst bedienen und/oder auseinander bauen dürfen.

 

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