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  • AutorenbildFranziska Blickle

So hilfreich: Schlagfertigkeit im Workshop

Warum Schlagfertigkeit bei der Moderation von Gruppenformaten so wichtig ist? Darum:

„Wenn man weiß, dass man mit allem umgehen kann, ist egal, was kommt.“

Dieses Mantra habe ich aus meiner Trainerausbildung mitgenommen.


Seit ich das weiß, versuche ich nicht mehr, mich auf einzelne Situationen vorzubereiten, sondern einfach meine generelle Reaktionsfähigkeit und Bandbreite zu erhöhen. Ganz egal, ob etwas schiefgeht oder jemand mich kritisieren möchte, ich kann so viel besser darauf reagieren.

 

Was dabei hilft? Das hier:

Tipps zu deiner inneren Haltung:


Versuche, dich bei Kritik nicht zu rechtfertigen.

Für Fehler dürfen wir uns gern entschuldigen, aber für Entscheidungen, die du getroffen hast, für die Wahl deiner Methoden, für den Zeitplan, für die Art wie du etwas erklärst…für all das musst du dich nicht erklären oder rechtfertigen.


Versuche anzunehmen, was gerade ist.

Das kann die Situation sein, dass gerade jemand nicht zufrieden ist oder deine eigene Emotion. Möglicherweise bist du traurig, dass etwas nicht klappt oder ärgerst dich über dich selbst… Vielleicht schämst du dich sogar für etwas. Ja, das ist jetzt so und wenn du es annehmen kannst, kannst du auch weitermachen.


Sprich an, wenn du spürst, dass etwas nicht stimmt.

Die Gruppe ist unruhig, die Stimmung hat sich verändert? Dann sprich das an und frag, was du tun kannst. Möglicherweise lässt es sich schnell lösen oder du erfährst, dass es gar nichts mit dir zu tun hat. Egal was es ist - du hast mehr Optionen, wenn du weißt, was los ist.


 

Die Paradedisziplin:

Umgang mit schwierigen Fragen.


Ich finde, es gibt einfache Fragen. Das sind Fragen, die werden gestellt und dann antworte ich und dann machen wir weiter.


Und dann gibt es schwierige Fragen. Die sind schwierig, weil ich die Antwort nicht kenne, weil sie mich indirekt kritisieren, weil sie provozieren oder das Wissen bzw. die Macht der fragenden Person demonstrieren sollen. Sie können auch schwierig sein, weil sie uns viel Zeit kosten oder vom Thema wegführen.


Wichtigste Regel: Du musst nicht für jede Frage eine Antwort haben, du musst aber mit jeder Frage-Situation umgehen können.

Die Basis dafür sind die Tipps oben zur inneren Haltung. Außerdem kommen jetzt hier ein paar Reaktionsmöglichkeiten.


1. Rückfragen stellen

Nicht jede Frage musst du beantworten (wir sind ja nicht bei einer Quiz-Show). Manchmal bringt dich eine Rückfrage weiter.


Die wichtigsten Optionen:

  • Definition - „Was genau meinst du mit…?“

  • Lösung - „Was ist dein Vorschlag? Was brauchst du genau? Welche Darstellung würde dir helfen?“

  • Suggestiv - „Ist es nicht immer so, dass…?“


2. Vertagen


Du kannst Fragen auch in die Zukunft vertagen. „Danke, das nehme ich auf und falls wir noch Luft haben am Schluss…“




3. Zustimmung

Eine oft erfolgreiche Reaktion (weil damit keiner rechnet) ist einfach Zustimmung.

  • „Das ist aber ein komischer Name für das Modell.“ - „Stimmt, finde ich auch!“

  • „Das ist aber komplex!“ - „Richtig, und genau darum werden wir jetzt ganz praktisch und wenden das in Dreiergruppen an.“

  • „Das kann man nicht lesen, bei dem Licht.“ - „Da hast du recht. Mit der Sonne ist das schwierig. Ich lese es gern vor und ihr habt ja dann die Doku.“


4. Allzweckwaffe


Gerade wenn Teilnehmende nicht eine, sondern ganz viele Fragen stellen oder in ihrer Wortmeldung Frage, Meinung und Kritik vermischen, lohnt es sich am Schluss direkt zu fragen: „Was genau möchtest du wissen!“ Wichtig ist hierfür deine innere Haltung, damit das ganz nicht schnippisch, sondern echt rüberkommt.

Oft ist auch ein „Was ist denn deine Meinung dazu?“ eine entwaffnende Strategie.

 

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