• Franziska Blickle

"A minute to arrive! - Warum ich meine Trainings inzwischen fast immer damit beginne

Jedes Training, jeder Termin, jeder Workshop lässt sich auf unzählige Arten anfangen. Eine davon ist, sich bewusst eine Minute zum gemeinsamen Ankommen zu nehmen.


Erlebt habe ich das selbst zum ersten Mal vor ein paar Monaten, vorgeschlagen und durchgeführt von meinem lieben Kollegen Daniel Pauw. Er ist für SAP tätig, wo diese Achtsamkeitspraxis zu Beginn von Meetings gern genutzt wird.


Wie das geht ist schnell erklärt:

Die Gruppe nimmt sich bewusst eine Minute anzukommen, in Stille, zu einem Musikstück oder z.B. auch mit einer kleinen angeleiteten Meditation.


Die Vorteile ganz allgemein:

  • Alle haben die Möglichkeit abzuschließen mit dem was davor war oder Gedanken und Fragen, die nicht diesen Termin betreffen bewusst beiseite zu packen und zu parken.

  • Alle haben die Möglichkeit bewusst im Hier und Jetzt anzukommen, ganz da zu sein, sich auf das, was jetzt dran ist zu fokussieren.

Die Vorteile für mich und meine Teilnehmer*innen:

  • Es ist vor allem bei Programmen mit mehreren Tagen ein schönes Ritual für den gemeinsamen Start.

  • Ich habe das Gefühl, viele Teilnehmer*innen werden sich darüber bewusst, dass sie Teil des Trainings sind und bewusst gestalten können, statt den Tag so mit sich "passieren zu lassen".

  • Meine Teilnehmer*innen können sich vor allem zu Beginn besser konzentrieren.


Schön erklärt ist das übrigens in diesem ca. 1-minütigen Video von SAP.


Und auch im Toolkit for Mindful Meetings von Search inside yourself findet man die "minute to arrive" kurz erklärt.

Ich starte damit inzwischen wahnsinnig gern meine Trainings und habe selbst einen kleinen Text dazu geschrieben. Zugegeben, das sind eher 2-3 Minuten, aber ich glaube das schadet hier nicht.

"Schließe die Augen, wenn Du möchtest oder lasse sie an einem Punkt deiner Wahl zur Ruhe kommen.

Nimm einen tiefen Atemzug und lass die Luft langsam durch die Nase wieder ausströmen.

Nimm noch einen Atemzug und prüfe ob sich dein Rücken noch etwas strecken lässt.

Wenn deine Schultern sich entspannen wollen, dann lass sie gern nach hinten unten sinken.

Komme ganz im hier und jetzt an.

Dein Körper ist schon da.

Und dein Geist jetzt auch.

Spüre mal in dich hinein:

Wie bist du heute da?

Erwartungsvoll?

Ungeduldig?

Hast Du richtig Lust auf den Tag oder ist dir schmerzlich bewusst wie voll dein Schreibtisch eigentlich ist?

Lenkt dich etwas ab?

Im Büro?

Zu Hause?

Wohin schweifen deine Gedanken heute besonders leicht, wenn Du sie lässt?

Was könnte Dir helfen heute fokussiert zu bleiben?

Wie kannst Du es dir selbst etwas leichter machen?

Was ist dir heute besonders wichtig?

Was möchtest Du erreichen?

Was möchtest du mit deinen Kollegen thematisieren?

Wie soll der Workshoptag werden?

Und was kannst du selbst dazu beitragen?

Was willst du heute tun um ihn mitzugestalten?

Wie bringst Du dich ein?

Nimm nochmal einen tiefen Atemzug, öffne die Augen und lass uns beginnen."


Franziska Blickle: 

Trainerin für Kommunikation, Leadership und Selbstmanagement, in Berlin daheim und europaweit unterwegs

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