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  • Franziska Blickle

Vor- und Nachteile kleiner Trainingsgruppen


In den vergangenen Monaten hatte ich einige Male sehr kleine Trainingsgruppen mit nur 3-5 Teilnehmer*innen.


Mal war das so geplant und besprochen, mal durch krankheitsbedingte Ausfälle verursacht und eher überraschend. Ich werde oft von meinen Kunden gefragt, welche Gruppengröße ich denn empfehle. Gerade darum waren diese Erfahrungen mit Kleingruppen für mich sehr spannend und lehrreich. Ich sehe inzwischen sowohl wichtige Vor- als auch Nachteile.



Die wichtigsten Vorteile kleiner Trainingsgruppen


  • Jede*r Teilnehmer*in kommt ausreichend oft zu Wort, kann alle Fragen stellen und die eigene Meinung oder Situation einbringen.

  • Aufkommende Fragen und Diskussionen können mehr Raum bekommen und müssen seltener aus Zeitgründen vorzeitig zu einem Ende gebracht oder vertagt werden.

  • Beim Check In zu Beginn des Trainings, bei Runden in denen jeder eine Erkenntnis oder einen Vorschlag einbringt wird viel Zeit eingespart, die z.B. für zusätzliche Selbstreflexion oder eine weitere Übung genutzt werden kann.


Die wichtigsten Nachteile kleiner Trainingsgruppen


  • Es gibt weniger Möglichkeiten für die Gruppenzusammensetzung. Bei einer größeren Gruppe, etwa 12-16 Personen kann einzeln, in Paaren, in Gruppen von 3-4 Teilnehmer*innen, mit zwei Gruppenhälften oder mit der ganzen Gruppe gearbeitet werden. Bei 3-5 Personen bleibt eigentlich nur die Einzelarbeit, ggf. Partnerarbeit oder die Gesamtgruppe.

  • In einer kleinen Gruppe entsteht weniger Dynamik. Wenn es um den Austausch oder auch die Kombination unterschiedlicher Perspektiven zur Entwicklung neuer Lösungen geht, ist das eher hinderlich.

  • Einige interessante Übungen sind mit kleinen Gruppen leider nicht möglich, da eine bestimmte Anzahl an Akteuren oder Rollen benötigt wird. Das schränkt die Auswahl natürlich ein.