• Franziska Blickle

Was ist eigentlich ein Trainerleitfaden?

Aktualisiert: Juni 1

Ein Trainerleitfaden (TLF) ist gewissermaßen die Anleitung, das Rezept oder das Drehbuch für ein Training. Wann, was, wie, womit? Er beinhaltet alle Informationen, die ein*e Trainer*in haben muss, um das geplante Training auch genau wie geplant durchzuführen.

Ein TLF kann unterschiedlich detailliert ausfallen:


Wenn ich das Training selbst plane und durchführe habe ich vielleicht nur grob geplant und handschriftlich notiert, so dass ich einen "Spickzettel" habe. Die Details habe ich im Kopf .


Für ein Training, an dem verschiedene Trainer*innen beteiligt sind oder, dass auch von unterschiedlichen Trainer*innen immer gleich durchgeführt werden soll, muss ich sehr viel detaillierter festhalten, was wann wie und womit passieren soll. Ein solches Dokument ist meistens minutengenau und mit sehr vielen Zusatzinformationen und "Regieanweisungen" ergänzt.


Und selbstverständlich gibt es dazwischen jede nur denkbare Zwischenform.

Meist wird ein Trainerleitfaden tabellarisch dargestellt und üblicherweise werden für jeden Schritt im Training die folgenden Informationen festgehalten:

  • WANN | Dauer/Zeit | Wie lange dauert der Schritt genau?

  • WAS | Inhalt/Thema | Um was geht es hier? Was ist das Thema?

  • WIE | Methode | Ist es ein Trainer-Input, eine Gruppenübung, eine Selbstreflexion, eine Diskussion....?

  • WOMIT | Material & Medien | Was wird alles gebraucht? Ein vorbereitetes Flipchart? Moderationskarten? Gegenstände? Eine freie Fläche? Augenbinden? Notizblöcke? Ein Seil?

Was nicht zwingend notwendig, aber oft hilfreich ist:

  • Fortlaufende Nummerierung | Sehr hilfreich, um sich bei der Abstimmung oder Anpassung mit mehreren eindeutig auf einen Schritt beziehen kann und Missverständnisse ausbleiben.

  • Start- /Endzeit | Ich schreibe ganz zum Schluss den geplanten Startzeitpunkt der Schritte dazu. Das hilft mir während des Trainings schnell einen Überblick zu haben, ob ich im Zeitplan bin, hinterher hinke oder einen Puffer habe.

  • Verantwortlich*e | Bei einem Training mit zwei oder mehr Trainer*innen finde ich es hilfreich zu notieren, wer für welchen Punkt verantwortlich ist oder ob z.B. beide unterschiedliche Aufgaben oder Rollen in einem Schritt übernehmen.

  • Zielsetzung | Notiere ich das konkrete Ziel eines Schrittes, fällt es mir später leichter nochmal zu überprüfen ob die Methode geeignet und der Ablauf stimmig ist. Außerdem finde ich schneller eine Alternative, wenn mal etwas nicht klappt.

  • Kommentare | Besonderheiten oder konkrete "Regieanweisungen" können natürlich auch im "WIE" untergebracht werden. Manchmal ist es aber auch hilfreich sie in einer extra Spalte zu notieren oder sie mit dem WOMIT zu kombinieren.


Franziska Blickle: 

Trainerin für Kommunikation, Leadership und Selbstmanagement, in Berlin daheim und europaweit unterwegs

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