• Franziska Blickle

Was ist ein offenes Training?

Im Kontext der beruflichen Weiterbildung wird häufig zwischen "offenen Formaten" und “Inhouse-Formaten” unterschieden.

Offene Trainings sind Schulungen, die öffentlich zu einem bestimmten Termin angeboten werden und zu denen sich jede Person anmelden kann - ganz unabhängig davon wo sie z.B. arbeitet.


Jede Person, die bucht ist gleichzeitig Kund*in und Teilnehmer*in. Jeder Kurs der Volkshochschule ist beispielsweise ein offenes Training, genauso die Angebote großer Weiterbildungsinstitute wie z.B. Haufe Akademie, Management Circle oder DGFP.


Das Gegenteil eines offenen Trainings wird manchmal als geschlossenes Format, viel öfter aber als Inhouse-Format bezeichnet. In diesem Fall bucht eine Organisation (=Kundin) ein Training und lädt dann die eigenen Mitarbeiter*innen oder eine bestimmte Gruppe daraus ein, daran teilzunehmen.

Sehr häufig finden solche Formate in den Räumlichkeiten des Unternehmens statt - daher der Begriff “Inhouse”.


Vorteile eines offenen Trainings aus der Sicht der Teilnehmer*innen:

  • Bei einem offenen Training weißt du nicht wer mit dir gemeinsam am Training teilnehmen wird. Die anderen Teilnehmer*innen können aus anderen Unternehmen, Organisationsformen, Branchen kommen. Das macht den Austausch vielseitig, und auch das Spektrum an Bedürfnissen und zu klärenden Themen breiter. Wenn du zusätzlich zu deinen neuen Fähigkeiten und Kompetenzen dein Netzwerk außerhalb des Unternehmens stärken möchtest, bist du hier gut aufgehoben.

  • Ein offenes Training ist außerdem das richtige, wenn du die einzige Person mit diesem speziellen Lernbedarf im Unternehmen bist.

Vorteile eines offenen Trainings aus der Sicht des Unternehmens:

  • Haben den entsprechenden Lernbedarf nur einzelne Personen, sind offene Formate eine gute Möglichkeit. Aufwand und Kosten sind hier geringer als bei einer Einzelmaßnahme.

  • Außerdem ist bei vielen Themen der Austausch mit der Peergroup* ein entscheidender Teil des Lernprozesses und kann sogar mit unternehmensfremden Personen besonders hilfreich sein.

Was ist der Unterschied für mich als Trainerin?

  • Jede*r Teilnehmer*in ist zugleich Auftraggeber*in. Für ein offenes Training muss ich also jede*n einzeln vom Nutzen des Trainings überzeugen

  • Ich lege die Lernziele aufgrund meiner Erfahrungen oder Gesprächen mit möglichen Kund*innen grob fest und überlege mir, wo ich im Training Flexibilität habe um Schwerpunkte zu setzen.

  • Ich selbst kann über das Datum, die Uhrzeit, das Format und die eingesetzten Tools entscheiden. Natürlich überlege ich mir aber vorher, was für die Interessierten das passendste und angenehmste ist.

*) Peergroup:

Eine Peergroup (von peer ‚Ebenbürtiger, Gleichgestellter oder -altriger‘) ist eine Gruppe mit großem Einfluss, der sich ein Individuum zugehörig fühlt. (Wikipedia)

Im Trainingskontext ist damit gemeint, dass diese Gruppe einigermaßen homogen ist bezüglich Hierarchie, Rolle, Erfahrung etc. ist.

Nachschlag gefällig?

In meinem Trainings & Workshop ABC habe ich eine ganze Reihe

weiterer Begriffe aufgelistet und erklärt!


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