• Franziska Blickle

Was ich an meiner Arbeit als Trainerin nicht mag

Damit wir uns richtig verstehen: Mein Job ist unglaublich toll, aber eben nicht alles an ihm!


Und weil ich sehr oft Gelegenheit habe, zu erzählen was ich alles mag, kommen hier die Dinge, die mir ab und zu richtig auf die Nerven gehen:

Kein Ziel? Kein Problem? Keine Zielgruppe? Dann bin ich leider auch ratlos!

1. Kunden, die selbst nicht wissen was sie wollen.


Natürlich gehört es zu meinem Job, meine Kunden im Rahmen der Auftragsklärung zu unterstützen und zu beraten.

Manchmal habe ich allerdings den Eindruck, es soll nur ein Training gebucht werden um irgendwo irgendein Häkchen machen zu können.

Wenn weder Zielgruppe, noch Probleme, Themen oder Lernziele klar sind und ich "einfach mal einen Vorschlag machen soll" bin ich oft ratlos und weiß nicht wofür ich gebraucht werde.

2. Unpünktliche Teilnehmer*innen

Bei manchen Trainings braucht man zwei Uhren, damit alle wieder "in time" sind!

Wie (un)pünktlich Teilnehmer*innen zum Trainingsstart und nach den Pausen wieder im Raum sind sagt mir schon einiges über die Unternehmenskultur.


Interessanterweise sind Unzuverlässigkeit und unklare Prioritäten dann oft zentraler Punkt wenn es um eigene Fragen und Fälle der Teilnehmer*innen geht.


Konkret gehe ich damit um, indem ich zu Beginn des Trainings einen Pausensong etabliere und es für unpünktliche ein "Funishment" gibt - Singen, tanzen, Witz erzählen. Punishment für die Trödler und Fun für den Rest!

3. Unrealistische Erwartungen meiner Kunden

Kannst Du das auch mit Pfeifenreinigern unter der Nase? Na sicher!

Mir ist eine offene und kollegiale Zusammenarbeit mit meinen Kunden sehr wichtig. Das gilt besonders für die (HR-)Ansprechpartner, die mich buchen.


Schwierig wird es, wenn die Erwartungshaltung auf der anderen Seite unrealistisch ist.


Meine bisherigen Lieblinge (genau so passiert):

  • Können sie mir dazu heute noch ein Konzept schicken?

  • Wir würden gern doch nur einen halben Tag machen, die Themen bleiben aber gleich!

  • Zwei der Teilnehmer*innen hätten noch ein individuelles Thema. So ein Einzelcoaching können sie doch in den Pausen schnell machen, oder nicht?

4. Laaange Antwortzeiten


Ich erwarte keine unmittelbare Antwort meiner Kunden. Ich weiß, dass auch ich nur einer von vielen Punkten auf deren langer täglicher Liste bin.

Und gleichzeitig bringt es mich in Schwierigkeiten, wenn ich auf Terminvorschläge, Angebote oder Nachfragen wochenlang keine Antwort bekomme. Besonders schwierig wird es, wenn ich Termine geblockt habe und weitere Anfragen bekomme, die ich dann hinhalten muss.

5. Die Logistik meiner Trips zu planen


Das Reisen an sich macht mir Spaß und weder die Zeit im Zug noch im Hotel bereiten mir Unbehagen.


Was mich bisweilen jedoch anstrengt, ist die Planung, wie ich wann von A nach B komme und wo ich übernachte.


Dazu noch buchen und - immer wieder mal - umbuchen...


Das dürfte gern von alleine gehen.

6. Wenn die Kunden das Training intern anders verkaufen als besprochen


Ich habe schon die ein oder anderen unschöne Überraschungen erlebt, wenn meine Ansprechpartner das Training oder den Workshop intern anders beschrieben oder genannt haben als mit mir besprochen.

Ich bin absolut sicher, dass das nie bewusst oder gar aus böser Absicht geschieht. Und gleichzeitig sorgt es oft für unnötige Irritation, wenn die Teilnehmer*innen und ich...

  • ...unterschiedliche Zielformulierungen kennen

  • ...nicht die gleichen Start- und Endzeiten im Kalender haben

  • ...verschiedene Informationen haben ob das Training freiwillig oder obligatorisch ist

Inzwischen habe ich dazugelernt und bitte immer darum, mich beim Termin oder der Mail mit in den Verteiler zu nehmen.

7. Buchhaltung und Steuer


Es ist ein notwendiges Übel und ich habe mittlerweile tolle Unterstützung, unter Spaß verstehe ich trotzdem etwas anderes!


So viel Papier, das sortiert, gelocht und getackert werden muss. So viele Buchungssätze und Tabellen.


Das einzige was mir in diesem Kontext Spaß macht ist das Verschicken der Rechnungen! Ihr wisst warum!

Hier habe ich aus der Not eine Tugend und aus dem Fleck ein Motiv gemacht.

8. Textile Unfälle


Inzwischen trage ich in meinen Training aus Prinzip keine hellen, unifarbenen Oberteile mehr.


Scheinbar bin ich nicht in der Lage meine Flipcharts und Moderationskarten so zu handhaben, dass die Farbe dort und nur dort landet.


Meist ist mein Outfit also inzwischen ein fröhliches, lebensbejahendes Schwarz.

Gut, dass das zumindest bei den Trainings in Berlin gar nicht auffällt! :)



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Franziska Blickle: 

Trainerin für Kommunikation, Leadership und Selbstmanagement, in Berlin daheim und europaweit unterwegs

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